Der Umgang mit empirischen Daten spielt in der sprachwissenschaftlichen Forschung eine immer wichtigere Rolle. Immer häufiger begegnen uns in linguistischen Fachartikeln Ergebnisse, die experimentelle Studien liefern. Für das Nachvollziehen der Datenerhebung und die Beurteilung der Aussagekraft dieser Daten, benötigen wir Wissen über die Kriterien, die die Validität und Reliabilität empirischer Studien sicherstellen. Das Seminar gibt im ersten Teil einen Überblick über Modelle und Methoden, die in der psycholinguistischen Forschung Anwendung finden (z.B. die Messung von Lesezeiten, Akzeptabilitätsurteile etc.). Im praktischen Teil werden wir uns mit der Hypothesenbildung, dem Design und der Durchführung psycholinguistischer Experimente sowie mit der statistischen Auswertung der gewonnenen Daten beschäftigen. Ziel des Seminars ist es, psycholinguistische Studien nachvollziehbar zu machen und den Teilnehmer/innen die Möglichkeit zu eröffnen, solche Studien selbstständig durchzuführen.


Das Proseminar I führt in Inhalte, Fragestellungen, Grundbegriffe und Methoden der germanistischen Linguistik ein. Im Zentrum steht das Wort mit seinen phonologischen, morphologischen und semantischen Struktureigenschaften. Ausgewählte Kenntnisse und Analysemethoden zu den Kernbereichen der Linguistik Phonologie, Morphologie und Semantik (mit der Schnittstelle zur Pragmatik) werden vermittelt und ihre praktische Anwendung wird geübt. Zum Modul gehört ebenso die Ring-VL, die einen Überblick über die im PS I nicht behandelten Gebiete der Sprachwissenschaft im Sinne eines Überblickswissens vermittelt.