Das Seminar führt in die Literatur der Frühen Neuzeit ein, die vom Buchdruck und der damit einhergehenden Medienrevolution geprägt ist. Aus dem Blickwinkel der Gegenwart ist es auffällig, wie selbstverständlich in unterschiedlichen literarischen Formen Schrift und Bild kombiniert werden -- monosemiotische Texte stellen die Ausnahme und nicht die Regel dar. Dabei widmet sich das Seminar zum einen der analytischen Herausforderung, die mit dieser Verschränkung einhergeht, indem grundlegende Modelle der Intersemiose diskutiert werden. Zum anderen wird im exemplarischen Close-Reading die Erschließung ausgewählter Texte erprobt. Das Spektrum der Untersuchungsgegenstände reicht dabei von literarischen Kleinformen, wie dem Flugblatt, bis hin zum durchbilderten Roman als epischer Großform.